Lagerbühne
Eine Stahlkonstruktion, die zusätzliche nutzbare Geschossflächen über dem Hallenboden schafft, um die betriebliche Nutzfläche zu vergrößern.
Detaillierte Definition & Erklärung
Eine Lagerbühne (auch als Stahlbühne oder Systembühne bezeichnet) ist ein System zur optimalen Nutzung des vertikalen Raums in hohen Industriehallen. Sie schafft zusätzliche Ebenen, auf denen Kommissionierbereiche, Packplätze, Montagezonen oder zusätzliche Lagerflächen eingerichtet werden können.
Die Konstruktion ruht auf Stahlstützen, Haupt- und Nebenträgern (Pfetten). Die Abdeckung besteht meist aus hochbelastbaren Spanplatten (z. B. P5-Nut-und-Feder-Platten, oft schwer entflammbar) oder Gitterrosten, die für eine Belüftung sorgen und die Funktion von Sprinkleranlagen begünstigen.
Anwendungen und Rolle in B2B-Prozessen
- •Erweiterung von Kommissionierzonen in E-Commerce-Fulfillment-Centern (mehrstöckige Bühnen)
- •Bereitstellungs- und Lagerflächen für leichte oder sperrige Güter
- •Einrichtung von Montage- oder Produktionsarbeitsplätzen in der Höhe
- •Bau von Meisterkabinen oder Aufenthaltsräumen auf der Bühne in Fertigungshallen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Erfordert die Errichtung einer Lagerbühne eine Baugenehmigung?
Das erforderliche Verfahren hängt vom konkreten Vorhaben ab. Formelle, statische, bodenbezogene und brandschutztechnische Prüfungen können je nach Konstruktion, Montageart, Nutzung, Gebäude und örtlichen Vorschriften erforderlich sein. Der Umfang ist mit den zuständigen Fachleuten oder Behörden abzustimmen.
Welche Tragfähigkeit hat eine typische Lagerbühne?
Die Nutzlasten typischer Lagerbühnen liegen üblicherweise zwischen 250 kg/m² und 1000 kg/m² und werden individuell nach dem geplanten Einsatzzweck (z. B. Hubwagenverkehr, Fachbodenregale, Punktlasten) ausgelegt.