Kommissionierung
Das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen aus einem Gesamtsortiment auf der Grundlage eines Auftrags.
Detaillierte Definition & Erklärung
Die Kommissionierung (engl. order picking) ist einer der zeit- und kostenintensivsten Prozesse in der Lagerlogistik, der oft bis zu 50-60 % der gesamten Betriebskosten ausmacht. Sie umfasst das Entnehmen von Artikeln aus dem Lagerbestand in den vom Kunden vorgegebenen Mengen und das Zuführen zur Packzone.
Es gibt verschiedene Kommissioniermethoden, z. B. 'Ware-zum-Mann' (wo Bediener durch die Gänge laufen) oder automatische 'Ware-zum-Mann'-Systeme (wo Förderbänder, Shuttles oder Roboter die Ware zum Arbeitsplatz bringen). Zur Optimierung werden Technologien wie Pick-by-Light, Voice-Picking oder WMS-gesteuerte Wegstreckenoptimierung eingesetzt.
Anwendungen und Rolle in B2B-Prozessen
- •Zusammenstellung von Kundenbestellungen im E-Commerce
- •Bereitstellung von Montagesätzen (Kitting) in der Automobil- und Elektronikindustrie
- •B2B-Distribution von Lebensmitteln und Pharmazeutika an Handelsketten
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen einstufiger und zweistufiger Kommissionierung?
Bei der einstufigen Kommissionierung sammelt der Mitarbeiter die Artikel direkt für einen konkreten Auftrag. Bei der zweistufigen Kommissionierung (Batch Picking) wird erst die Gesamtmenge der Artikel für mehrere Aufträge gesammelt und in einer Sortierzone auf die einzelnen Kundenpakete aufgeteilt.
Wie optimiert ein Lagerverwaltungssystem (LVS/WMS) die Kommissionierzeiten?
Ein WMS berechnet automatisch den kürzesten Kommissionierweg, minimiert Leerfahrten, fasst Aufträge mit ähnlichen Profilen zusammen und führt den Mitarbeiter in der optimalen Reihenfolge durch die Lagerplätze.